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Verein Deutsche Sprache |
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Brief unseres Vorstandes zum Jahreswechsel
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Am 25. Juli 2009 haben Kurt Gawlitta und Jörg Kapitän einen Besuch bei Prof. Boleslaw Andrzejewski in Posen gemacht. Prof. Andrzejewski ist Germanist und Philosoph an der Universität. Er hat zahlreiche Beiträge zur deutschen Philosophie in deutscher Sprache veröffentlicht. Auf der Delegiertenversammlung des VDS am 5./6. Juni 2009 in Wiesbaden wurde er zum Präsidenten der Internationalen Sprachunion Deutsch gewählt. Dieser neue Verband besteht aus Freunden der deutschen Sprache, die keine deutschen Muttersprachler und keine deutschen Staatsangehörige sind, und will für die deutsche Sprache und ihren kulturellen Beitrag in den jeweiligen Ländern eintreten.
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzig, hält die deutsche Sprache für ein Motto einer Kampagne nicht für geeignet. Auf die Anfrage eines Berliner Mitgliedes als Privatmann (Ulrich Pötke) hat die Drogenbeauftragte diese Antwort gegeben. Der Berliner Regionalvorsitzende hat sich darauf hin mit einer kritischen Stellungnahme (17. Juli 2009) an die Drogenbeauftragte, die Bundesminister für Gesundheit und Inneres sowie den Staatsminister für Kultur im Bundeskanzleramt gewandt. Dr. Gawlitta hat gebeten, den Widerspruch aufzuklären, wieso die deutschen Gesetze zwar die deutsche Sprache zur Voraussetzung für die Integration von Immigranten machen und wieso die Bundesregierung für die Arbeit der Goetheinstitute in der Welt mehr Geld als bisher ausgibt, die Drogenbeauftragte aber meint, den jungen Leuten in Deutschland die Landessprache nicht zumuten zu können.
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Am 29. Juni 2009 hat die Bundestagsfraktion der CDU/CSU im Paul-Löbe-Haus eine Anhörung ausgewählter Persönlichkeiten zu diesem Thema durchgeführt. Der VDS war nicht offiziell eingeladen. Einige Berliner Mitglieder (Bock, Gawlitta, Pötke, u.a.) haben aber im Publikum teilgenommen und auch in der Diskussion gesprochen, insbesondere angemahnt, dass künftig die mitgliederstärkste deutsche Sprachorganisation bei ähnlichen Veranstaltungen nicht erneut übergangen wird.
Zweite Europäische Tagung über Mehrsprachigkeit, 18. – 19.Juni 2009 in Berlin, Centre Français, Veranstalter: Europäische Forum für Mehrsprachigkeit (Observatoire Européen du Plurilinguisme), Paris, gemeinsam mit dem Verein Deutsche Sprache e.V. Teilgenommen haben Fachleute aus Schule, Hochschule, Verwaltung und aus Nichtregierungsorganisationen aus Ländern der EU. Der VDS war vertreten durch Oliver Baer, Manfred Schroeder, Dietrich Voslamber, Holger Klatte, Hermann H. Dieter und Kurt Gawlitta.
Tagungsthemen:
1) Elemente eines europäischen Bürgerbewusstseins: Sprache, Freizügigkeit und Kultur
2) Öffentliche Erziehung: Sprachenpolitik vom frühen Kindesalter bis zur Hochschule
3) Unternehmen: Die Sprachen in der Unternehmensstrategie und die Arbeitsbeziehungen
Einzelheiten unter: http://www.vds-ev.de/aktuelles/archiv/2009/m2009_02_09.php
Am 9. März 2009 hat sich in Paris in einer Pressekonferenz im Palais Bourbon das „Komitee des 9. März für das Recht auf den Gebrauch der Landessprache und den Schutz vor sprachlicher Diskriminierung“, ein Zusammenschluss von Gewerkschaften und Sprachorganisationen aus Ländern Europas (Deutschland, Frankreich, Italien), der Öffentlichkeit vorgestellt. Der VDS war vertreten durch seinen Vorsitzenden, Prof. Walter Krämer, und Manfred Schroeder. Zum Präsidenten des Komitees wurde am 19. Juni in Berlin Lapo Orlandi von der Metallarbeiter-Gewerkschaft aus Italien gewählt. Für den VDS arbeitet Kurt Gawlitta aus Berlin mit. Die erste Aktion des Komitees ist ein Schreiben an die Europaabgeordneten, in dem auf die Probleme sprachlicher Diskriminierung in der Arbeitswelt aufmerksam gemacht wird.